Studie: Onlinehandel mit starken Zuwächsen

Quelle: @BMDW/Adobe Stock

Corona hat dem Onlinehandel satte Zuwächse beschert. Während stationäre Händler durch Lockdowns und Beschränkungen von Quadratmetern nicht vom Fleck kommen, haben die etablierten Shoppingplattformen ihre Umsätze rasant ausbauen können.

Verstärkt haben diesen Trend vor allem die älteren Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie immer öfter im Netz tummeln und auch das online Einkaufen für sich entdeckt haben. Zuletzt ließ der deutsche Bundesverband für E-Commerce und Versandhandel (Bevh) mit einer aktuellen Studie aufhorchen: Mittlerweile stammen laut Bevh
55,6 Prozent der Online-Umsätze von den über 50-Jährigen (davon
30,9 Prozent über 60). Noch vor einem Jahr waren es 40,9 Prozent. Der Online-Einkauf wird langsam aber sicher zur Normalität. Auch die Bestellfrequenz steigt. Rund 40 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten shoppen inzwischen wöchentlich im Internet, so die Studie.


Starker Trend zum e-Commerce

Und noch eines ist für die Auftraggeber der Studie, für die
40.000 Personen befragt wurden, evident. Die Corona-Pandemie hat den Trend zum E-Commerce enorm verstärkt. Eine Trendumkehr gilt als unwahrscheinlich.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das für Deutschland:

  • Schon mehr als jeder achte Euro des Haushaltsbudgets für Waren wanderte laut Bevh-Erhebung in den E-Commerce
  • Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce ist im vergangenen Jahr von 72,6 Milliarden Euro auf 83,3 Milliarden Euro gestiegen.

Geringes Wachstum für stationären Handel

Corona-Bonus gab es im Pandemie-Jahr 2020 dagegen für die Online-Shops der vom Lockdown hart getroffenen stationären Händlerinnen und Händler praktisch keinen. Ihr Wachstum fiel mit 4,9 Prozent sehr gering aus. Die Verantwortlichen des Verbandes erklären das damit, dass es dem stationären Handel nach wie vor nicht leichtfällt, mit einem eigenen Online-Shop erfolgreich zu sein. Umso wichtiger wäre es für viele Händler daher, ihre Präsenz auf den bestehenden Marktplätzen auszubauen.


Gute Zukunft für Online-Handel

Einen Rückschlag für den Online-Handel nach dem Ende der Corona-Pandemie befürchtet der Bevh nicht. Im Gegenteil: Der Online-Handel werde einen Großteil der pandemiebedingten zusätzlichen Nachfrage halten können. Und so sieht der Verband die Zukunft des E-Commerce auch entsprechend positiv. Für 2021 wird ein Wachstum von 12,5 Prozent prognostiziert, was zum Durchbrechen der 100 Milliarden Euro Schallmauer des E-Commerce mit Waren und Dienstleistungen führen soll.