Die perfekte Landingpage zum Erstkontakt mit der Kundschaft

Jeder erfolgreiche Webshop hat eine clever gemachte Einstiegsseite, um die Kundschaft abzuholen. Ein paar simple Regeln aus der Praxis können zur Erstellung einer entsprechenden Seite hilfreich sein.

Ein Unternehmen aus Hamburg, das eine große Wissens- und Inspirations-Plattform für die Digital- und Marketingszene betreibt, hat Tipps zur Erstellung einer sogenannten Landingpage, der Einstiegsseite eines Webshops, zusammengetragen und publiziert.

Gute Landung gefragt

Besucherinnen und Besucher von Webseiten kommen häufig über Ergebnisse bei Suchmaschinen, Werbebanner, Social Media oder dort platzierten Einschaltungen auf eine Webseite. Hier muss die Einstiegsseite an die besuchte Seite perfekt anschließen, um das gewünschte Zielverhalten zu erreichen: Sei es der Kauf eines Produktes oder der Abschluss eines Vertrages, diese im Marketing "Conversion" genannte Umwandlung eines Besuches zu einer Bestellung, ist Aufgabe der Landingpage. Untersuchungen dazu haben ergeben, dass die Kundschaft vor allem den schnellen und einfachen Sucherfolg auf der Landingpage schätzt, während Aussehen und Interaktivität weit weniger gefragt sind.

 

Bausteine für eine erfolgreiche Landingpage

Über allem steht die Nutzbarkeit, die Usability, der Einstiegseite. Dazu gibt es einige wesentliche Bausteine, die gut zusammenspielen müssen.

Klare Überschrift

Die Überschrift der Landingpage muss als zentrales Element präzise, eindeutig und frei von unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeit sein. Zudem soll sie die Botschaft der vorangegangenen Werbung oder des Suchergebnisses enthalten. Bei der Wortwahl scheint wesentlich zu sein, was zu Beginn und am Ende des Textes steht: Gemäß des Primacy-Recency-Effekts lesen Besuchende vor allem, was am Anfang und am Ende der Headline steht. Daher sollte das Alleinstellungsmerkmal des Angebotes nicht in der Textmitte versteckt werden.

Zentrales Bild – der Heroshot

Das zentrale Bild einer Landingpage – genannt Heroshot – zeigt zumeist das Angebot oder wie das Produkt von einer Person aus der Zielgruppe benutzt wird. Zudem soll das Bild zur Überschrift passen. Digitale Diashows, Slideshows oder Videos lenken meist von der zentralen Botschaft ab und sollten daher nicht benutzt werden.

Vom unverwechselbaren Nutzen

Im Zentrum der Ansprache auf der Landingpage steht die Kommunikation der Vorteile des Produkts. In diesem Zusammenhang ist immer das Zusammenspiel von Vorteil und Nutzen zu hinterfragen: Welche Eigenschaft des Produktes schafft welchen Vorteil für die Konsumentin beziehungsweise den Konsumenten? So schafft etwa eine besondere Schuhsohle außergewöhnliche Dämpfung und damit ausgezeichnete Schonung der Gelenkte beim Sport – das ist einer der Nutzen für die Kundschaft. Diese Vorteile oder Nutzen können auch prominent mit Kacheln oder Icons auf der Seite gelistet werden.

Solides Vertrauen

Kommt die Kundschaft zum ersten Mal auf die Landingpage, gilt die Bildung von Vertrauen als erste Maßnahme: Befindet man sich auf der richtigen Seite? Hier kann das Firmenlogo Bestätigung und Sicherheit geben, wobei der beste Platz dafür die obere linke Ecke der Page sein soll. Ebenso schaffen Fotos vom Eigentümer oder der Belegschaft Vertrauen. Auch ein Siegel, von dem bekannt ist, dass es die Zielgruppe kennt, kann Sicherheit beim Einkauf geben.

Bewertungen

Bewertungen von Testimonials sind bestens geeignet: Deshalb sollten gleich auf der Landingpage Personen aus der Zielgruppe zu Wort kommen. Hier zählen auch die Bewertung über Sterne oder ausführlichere Rezensionen als besondere Vertrauensbeweise, die immer gerne gelesen werden.

Einwände in der Argumentation mitdenken

Um der Zielgruppe voraussehbare Befürchtungen zu nehmen, sollten die Betreiber aktiv tätig werden: So könnte etwa die Angst vor einem langwierigen Kaufprozess durch die vorausblickende Argumentation "Bestellung in zwei Minuten" abgefedert werden.

Die direkte Handlungsaufforderung Call-to-Action (CTA)

Auf dem Weg zum Kaufabschluss sollte immer nur ein Ziel verfolgt werden, zu viele Optionen verwirren die Kundschaft, die abspringen könnte. Daher sollte die Handlungsaufforderung der Zielgruppe zwei Fragen beantworten: "Was soll ich tun?" und "Was habe ich davon?".

Ein Beispiel: Abonniere diesen monatlichen Newsletter (Was?) und bekomme die wichtigsten Neuigkeiten direkt in dein Postfach (Warum?). Darüber hinaus sollten entsprechende Buttons oder Links immer als solche erkennbar sein, um den Besucherinnen und Besuchern zu signalisieren, dass sie nutzbar seien, gleichzeitig muss sich der CTA jedoch auch deutlich von den anderen Elementen der Seite unterscheiden.

Quelle: