Onlinehandel - Chance für Österreichs Unternehmen, aber mit Tempo

In den Lockdown-Phasen haben die Österreicher mehr online eingekauft.

Gleichzeitig konnten sich neben den arrivierten Anbietern neue Unternehmen etablieren, wie aus einer Gallup-Konsumentenumfrage im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) hervorgeht. Die Konsumenten würden sich aber sehr wohl Gedanken machen, wo sie online einkaufen.

Chancen für Österreichs Betriebe

"Und hier liegt eine enorme Chance für die heimischen Betriebe", meint Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der WKO.

 

Ganz oben auf der Kundenwunschliste stünde, dass es rasch gehen muss, die Preise extrem günstig sind und der Suchvorgang benutzerfreundlich gestaltet ist. Konkret sehen 52 Prozent der Befragten Aufholbedarf bei der Preisgestaltung bei den heimischen Onlineanbietern. 47 Prozent bemängeln, dass die Lieferung der bestellten Ware nicht kostenlos sei. Verbessern sollten sich auch (für jeweils rund 30 Prozent der Befragten), die Usability der Webseite, die Warenpräsentation im Onlineshop sowie das Angebot an regionalen/heimischen Produkten.

Hohe Zustimmung für Click & Collect

Hohe Zufriedenheitswerte gibt es mit dem "Click Collect"-Service. Für neun von zehn Konsumenten, die dieses Service bereits in Anspruch genommen haben, war die Erfahrung damit laut der Umfrage positiv. Ein Viertel habe dabei auch Erfahrung mit "Cross Buying" gemacht. Bezahlt wird gemäß den Angaben dabei von 47 Prozent der Käufer online, von 38 Prozent überwiegend beziehungsweise ausschließlich im Geschäft. Übrigens: Männer shoppen (65 Prozent zumindest einmal monatlich) häufiger online als Frauen (54 Prozent).

Potenzial bei e-Commerce heben

Ein sehr gutes Zeugnis stellten laut den Ergebnissen 21 Prozent der Befragten den heimischen Online-Anbietern aus, für 35 Prozent war zumindest alles in Ordnung. Aber noch immer jeder siebente der Befragten habe noch keine Erfahrung mit österreichischen Onlineshops gemacht.

 

"Dass der Trend zum Onlinehandel durch Corona verstärkt worden ist, wundert niemanden. Jetzt geht es darum, diese Entwicklung mit viel Energie zu nutzen, um die heimischen Konsumenten von der Qualität des Handels zu überzeugen", so der Spartenobmann.

 

"Onlineshopping muss einfach und schnell gehen. Da müssen wir rasch unsere Hausaufgaben machen, um ein vergleichbares Einkaufserlebnis zu bieten wie große internationale Plattformen", erklärt Trefelik.

Quelle: APA