E-Commerce-Trends 2021

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Zu Beginn ein paar neue Zahlen: So ist laut einer Studie des Handelsverbandes Deutschland (HDE) etwa der Onlinehandel in Deutschland 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent gewachsen – auf 73 Milliarden Euro. Den Umsatz treiben dabei Consumer Electronics (CE) und Elektroartikel (ein Plus von 3,5 Mrd. Euro) sowie Waren, die schnell im Verkaufsregal wechseln, sogenannte Fast Moving Consumer Goods (FMCG) (plus 2,3 Mrd. Euro).

FMCG ist zudem der mit Abstand stärkste Wachstumstreiber mit plus 44 Prozent, gefolgt von Heimwerken & Garten mit plus 30 Prozent.

 

Weltweit könnten laut Studien die E-Commerce-Verkäufe bis Ende 2021 auf 
4,9 Billionen US-Dollar ansteigen. Damit schafft der Vertriebskanal eine Wachstumsrate von 265 Prozent in weniger als einer Dekade, denn noch 2014 prognostizierten die Analysten nur ein Plus von 1,3 Billionen US-Dollar. Damit würde der Umsatz von E-Commerce international fast 20 Prozent Anteil am Einzelhandel betragen. Desto wichtiger scheint daher der Auf- und Ausbau des E-Business für alle im Handelsgeschäft Tätigen.


Click & Collect wird beliebter

Eine wichtige Rolle im Onlinekontext spielen laut der deutschen Online-Monitor-Untersuchung neuerdings Click & Collect-Angebote, also Waren online bestellen und im stationären Einzelhandel abholen: 6,4 Prozent der Waren aus Online-Umsätzen wurden im vergangenen Jahr so übernommen. Unter den Internetnutzerinnen und -nutzern wissen inzwischen auch insgesamt drei Viertel aller Personen, was Click & Collect bedeutet.


Social Shopping – auf Social Media direkt einkaufen

Haben Händler bisher über die Social-Media-Plattformen nur Werbeanzeigen geschaltet, so sollen in Zukunft die direkten Verkaufsmöglichkeiten verbessert werden – das verkündeten bereits die Plattformen TikTok, Twitter, Pinterest, Facebook und Instagram. Und auf manchen Seiten ist bereits die Funktion "Kaufen" integriert. So ist ein weiter vereinfachtes Shopping-Erlebnis möglich, wobei sich nun auch die jeweiligen sozialen Netzwerke für die Vermittlung prozentual am Geschäft beteiligen.


Mobile Shopping first

Im Jahresrhythmus neu vorgestellte Tablets und Smartphones werden durch intensive Weiterentwicklung der mobilen Geräte zu den wichtigsten Begleitern von Konsumentinnen und Konsumenten im Einkaufserlebnis. Ende 2018 wurden bereits 70 Prozent aller E-Commerce Umsätze mobil getätigt, der Trend wird sich fortsetzen.


Handel ohne Grenzen

Viele Online-Käufer und -Verkäufer blicken inzwischen auch schon über die Grenzen, um bestimmte Lebensmittel beziehungsweise Lifestyle-, Beauty- und Kosmetikprodukte zu besseren Konditionen zu erwerben. An die 60 Prozent aller Europäerinnen und Europäer und 45 Prozent aller Nordamerikanerinnen und Nordamerikaner haben bereits im Ausland eingekauft. Für Onlinehändler bedeutet diese Entwicklung, ihre Technologien und Strategien dem grenzüberschreitenden Einkaufen und den damit verbundenen jeweiligen kulturellen Eigenheiten anzupassen.


Voice-Commerce – der sprachgesteuerte Einkauf

Als Technologie der Zukunft wird Voice-Commerce, der Onlinekauf durch Sprache, gesehen. Bereits jetzt werden elektronische Sprachassistenten von den großen Playern weltweit verwendet, um mit wenigen Worten einen Kauf zu tätigen: Noch einfacher einkaufen geht nicht! Onlinehändler sollten daher sämtliche Inhalte, Produkte sowie die gesamte Shop-Infrastruktur daran anpassen. Denn neben dem Kauf übernehmen smarte Lautsprecher auch die Recherche zu Produkten und Händlern. Voice-Commerce steht erst am Beginn seiner Entwicklung, doch in den USA wurde damit 2020 bereits ein E-Commerce-Umsatz von 40 Milliarden US-Dollar erzielt.


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