Neue D-A-C-H-Analyse: E-Commerce erreicht fast alle Teile der Gesellschaft

Eine große Umfrage in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt: Die Akzeptanz und Nutzung von E-Commerce durchdringt seit der Pandemie alle Altersschichten.

Nach den Ergebnissen einer erstmaligen Studie zum E-Commerce-Verhalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen im Jahr 2020 nahezu alle Altersschichten auch online gekauft haben: Gemäß der Befragung von 4.000 Konsumentinnen und Konsumenten haben zwischen 96 und 98 Prozent aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vorjahr über das Internet eingekauft. In der Untersuchung, durchgeführt vom größten Marktforschungsunternehmens Schwedens im Auftrag eines europäischen Zahlungsdienstleisters, kauften Verbraucherinnen bzw. Verbraucher seit Beginn der Pandemie zu 38 Prozent häufiger online als zuvor. Insgesamt wollen ältere Personen nach der Corona-Krise wieder zu ihrem ursprünglichen Einkaufverhalten zurückfinden, doch jede/r Vierte möchte auch das in der Krise erlernte beziehungsweise veränderte Konsumverhalten weiterführen.

Bevorzugte Zahlungsarten

Während die Deutschen am liebsten aus einer elektronischen Brieftasche zahlen und die Schweizer bevorzugt die Kreditkarte zücken, nutzen Österreicherinnen und Österreich sowohl elektronische Geldbörse, Kreditkarten oder die Bezahlung auf Rechnung, wie jeweils rund ein Viertel der Befragten angibt. Wird die gewünschte Bezahloption nicht im Online-Shop angeboten, kann das zu Kaufabbrüchen führen: So haben zwölf Prozent der Österreicherinnen bzw. Österreicher schon einen Kaufvorgang vorzeitig beendet, da die präferierte Zahlungsart nicht verfügbar war. In Deutschland liegt der diesbezügliche Wert mit
20 Prozent noch höher.

Österreicherinnen und Österreicher sind treue Kundschaft

27 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind laut der Analyse loyal und entscheiden sich bewusst für heimische Online-Shops, um ihr Heimatland zu unterstützen, abgesehen von Lieferzeit-, Retouren- und Zoll-Bedenken bei Online-Käufen im Ausland. Das ist eine große Chance für die wachsende Zahl an heimischen Händlerinnen und Händlern, die in den E-Commerce einsteigen.

Unified Commerce - die Zukunft liegt in der Verknüpfung aller digitalen und stationären Kanäle

Die Zielgruppen müssen dort erreicht werden, wo sie sich bewegen, lautet ein weiterer Befund aus der Studie: Ob Social Media, Newsletter, Apps und Online-Shops, die Kundschaft kann überall abgeholt und ins Geschäft geführt werden. Nur wer im Netz wirklich präsent ist, wird in Zukunft auch gefunden, deshalb steigt die Bedeutung des Unified Commerce, in dem alle virtuellen und realen Verkaufskanäle genutzt werden und teilweise auch miteinander verschmelzen.