Corona trieb Digitalisierung der Unternehmen voran

Die Corona-Pandemie hat in Österreich die Digitalisierung der Unternehmen beschleunigt, zeigen Daten der Statistik Austria. "Im Jahr 2020 wurden deutlich mehr virtuelle Besprechungen oder Remote-Zugriffe auf Computer-Systeme verzeichnet.

Zudem hat fast jedes fünfte Unternehmen im Verkauf stärker auf Websites, Apps oder Online-Marktplätze gesetzt", so Statistik-Austria Generaldirektor Tobias Thomas. Auch Künstliche Intelligenz spiele mittlerweile eine wichtige Rolle.

Unternehmen setzen auf Video-Meetings

Mehr als die Hälfte aller österreichischen Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten (56 Prozent) meldete eine vermehrte Anzahl von Video-Meetings, wie die Statistik Austria mitteilte. In 99 Prozent der befragten Unternehmen spielte die Pandemie-Situation für den Anstieg eine Rolle, in 77 Prozent war dies der einzige Grund.

Corona als Digitalisierungstreiber

38 Prozent der Unternehmen gaben an, dass mehr Beschäftigte Remote-Zugriff auf das E-Mail-System beziehungsweise auf Netzwerk, Software, Applikationen oder Dokumente des Unternehmens haben. Große Unternehmen weisen dabei deutlich höhere Anteile als mittelgroße oder kleine auf. 97 Prozent der Unternehmen insgesamt machten Covid-19 teilweise oder allein für den Anstieg des Remote-Zugriffs auf das E-Mail-System verantwortlich, in mehr als der Hälfte (54 Prozent) war dies der alleinige Grund. 98 Prozent der Unternehmen erweiterten den Remote-Zugriff von Beschäftigten auf Netzwerk, Software, Applikationen oder Dokumente wegen Corona, für sechs von zehn Unternehmen war dies der ausschließliche Grund.

Verstärkter Online-Vertrieb

Beinahe jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) hat Maßnahmen gesetzt, um Waren oder Dienstleistungen künftig über Webseiten, Apps oder Online-Marktplätze zu verkaufen oder den Online-Vertrieb verstärkt zu nutzen. Bei den Dienstleistern traf dies auf fast jedes vierte Unternehmen zu, im Produzierenden Bereich auf 13 Prozent.

Einsatz neuer Technologien

Technologien, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren, werden von neun Prozent aller Unternehmen genutzt, vor allem in größeren Firmen. Während sieben Prozent der kleinen Unternehmen (zehn bis 49 Beschäftigte) und 15 Prozent der mittelgroßen Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) KI-basierte Technologien nutzten, waren es bei großen Unternehmen (250 und mehr Mitarbeiter) fast ein Drittel (32 Prozent). Am häufigsten eingesetzt werden KI-Technologien zur Texterkennung und -verarbeitung (56 Prozent), zur Datenanalyse (zum Beispiel Maschinelles Lernen, Deep Learning; 42 Prozent) sowie Automatisierung von Prozessen oder Arbeitsschritten (29 Prozent).

Quelle: APA