Anleitung 4/25
Anleitung 4/25

Einführung in das User Experience Design

Einführung in das User Experience Design

Ihre Kundinnen und Kunden sollen sich auf Ihrer Website wohlfühlen. Das hat viel damit zu tun, wie gut sie sich zurechtfinden. Niemand will verzweifelt Informationen suchen oder sich ewig durchklicken. Deshalb ist das Design Ihrer Website wirklich wichtig.


Was ist das User Experience Design?

User Experience (kurz UX) lässt sich am besten mit „Nutzererlebnis” übersetzen. Ob Ihre Kundinnen und Kunden ein positives Nutzererlebnis haben oder nicht, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Der Benutzerfreundlichkeit (Usability) mit anderen Worten, wie einfach, intuitiv und reibungslos Ihre Website nutzbar ist.
  • Einer „ansprechenden” Gestaltung der Benutzeroberfläche.
  • Der Emotionen, die Nutzerinnen und Nutzern bei der Interaktion mit Ihrer Website haben.

Die User Experience (UX), hat einen Einfluss darauf, wie Ihr Produkt bzw. Ihre Marke wahrgenommen wird und damit auf die Kaufentscheidung Ihrer Kundinnen und Kunden. 

Mit Nutzerzentrierung zur User Experience

UX Design ist nutzerzentriert. Das bedeutet, Sie designen Ihrer Website nicht für sich selbst, sondern für Ihre Nutzerinnen und Nutzer. Deshalb ist es wichtig, dass Sie verstehen, wer Ihre Zielgruppe ist und was deren Ziele, Motive, Bedürfnisse und Probleme sind.

  • Erstellen Sie eine oder mehrere Personas, inklusive deren Motivationen, Bedürfnissen, Zielen, Herausforderungen oder Problemen.
  • Identifizieren Sie sogenannte Use Cases. Das sind Szenarien, die beschreiben mit welchem Ziel oder welcher Aufgabe Nutzerinnen und Nutzer auf Ihre Website kommen: Zum Beispiel, weil sie die Öffnungszeiten Ihres Geschäfts oder die Preise Ihrer Produkte herausfinden möchten.

Tipp:

Wenn Sie sich schon einmal in die Perspektive Ihrer Kunden hineinversetzt haben, ist der erste Schritt bereits getan. Sprechen Sie mit einigen Ihrer Kundinnen und Kunden über deren Erfahrungen, Problemen und Erwartungen an Ihre Website. Holen Sie sich auf jeden Fall Feedback zu Ihrem Website-Konzept, bevor Sie in die Umsetzung gehen.
 

5 Design Prinzipien im Überblick

Auch wenn es im Widerspruch zur „künstlerischen Freiheit steht”: Design braucht ein paar Rahmenbedingungen. Orientieren Sie sich beim Design Ihrer digitalen Kundenkontaktpunkte an Design-Prinzipien.

 

Damit machen Sie jedes digitale Produkt, z.B. Ihre Website oder Ihren Onlineshop, so benutzerfreundlich wie möglich. Wir haben einige der wichtigsten Prinzipien (nach Nielsen Norman) für Sie zusammengefasst:

  • Hierarchie: Der Aufbau Ihrer Website und deren Navigation helfen Nutzerinnen und Nutzern, sich auf Ihrer Seite zurechtzufinden. Eine visuelle Hierarchie kann zum Beispiel durch Überschriften erfolgen. Die Gruppierung von Elementen stellen sie durch den Einsatz von Farbe oder visueller Nähe dar.
  • Konsistenz: Nutzerinnen und Nutzer haben gelernt wie Webseiten funktionieren und erwarten, dass auch Ihre Website ähnlich funktioniert. Diese Gewohnheiten erleichtern es, ein Produkt intuitiv zu nutzen. Ein Beispiel: Der Warenkorb eines Onlineshops befindet sich in der Regel am oberen rechten Bildrand. Diese Konsistenz erleichtert auch Ihren Designprozess. Sie müssen das Rad nicht neu erfinden.
  • Nutzerkontrolle: Geben Sie Ihren Nutzerinnen und Nutzern die Kontrolle, indem Sie es ihnen zum Beispiel ermöglichen, unbeabsichtigte oder unerwünschte Aktionen rückgängig zu machen: Sei es das „zurück” navigieren zur vorherigen Seite, die Auswahl eines Filters, oder die Befüllung Ihres Kontaktformulars abzubrechen.
  • Feedback: Geben Sie Ihren Nutzerinnen und Nutzern Feedback auf Ihre Interaktionen. Bestätigen Sie zum Beispiel den erfolgreichen Versand der Nachricht über das Kontaktformular.
  • Barrierefreiheit: Bauen Sie Ihre Website oder mobile Anwendungen so auf, dass auch Menschen mit Behinderung sie benutzen können. Für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit z.B. sollten Kontraste klar erkennbar und die Schrift gut lesbar sein.