Anleitung 11/25
Anleitung 11/25

Mit der Lieferung zum Erfolg

Mit der Lieferung zum Erfolg

Sie haben bisher alles richtig gemacht. Kundinnen und Kunden sind auf Sie aufmerksam geworden und möchten bei Ihnen einkaufen. Jetzt dürfen Sie auf keinen Fall den Versand vernachlässigen, der spielt im Onlinehandel eine entscheidende Rolle. Liefern Sie schnell und zuverlässig und kommunizieren Sie Versandkosten transparent.


Die optimale Versandstrategie

Eine Kundin oder ein Kunde hat sich mit Ihrem Produkt auseinandergesetzt und ist bereit zu bestellen. Im Checkout (= Bestellprozess) gibt es eine unerwartete Überraschung: Versandkosten.

Wussten Sie, dass 73 Prozent der österreichischen Online-Käuferinnen und Käufer  (Statista) hier abbrechen, weil Versandkosten im Vorfeld nicht transparent kommuniziert wurden? Ein weiterer Grund, vor dem Kauf abzuspringen, sind fehlenden Versandoptionen.

Die Beispiele zeigen, wie wichtig die richtige Versandstrategie für Ihren Erfolg im Online-Geschäft ist. Machen Sie sich deshalb Gedanken, wie Ihr Produkt am besten zur Kundin oder zum Kunden kommt.
1
Schritt

Versandstrategie planen

Versandstrategie planen

Bevor Sie Ihre erste Kundenbestellung abwickeln und versenden, stellen Sie sich folgende Fragen:
  • Was berechnen Sie für den Versand?
  • Welche Versandart(en) bieten Sie an?
  • Wie verpacken Sie Ihre Produkte?

Beschäftigen Sie sich bei der Beantwortung intensiv mit Ihren Produkten. Sie haben einen großen Einfluss auf Ihre Entscheidungen. Führen Sie Gespräche mit verschiedenen Versanddienstleistern und holen Sie sich Angebote ein.

Auf dieser Basis können Sie erste Berechnungen anstellen und abschätzen wie hoch Ihre tatsächlich anfallenden Versandkosten sind.
2
Schritt

Versandkosten berechnen

Versandkosten berechnen

Kundinnen und Kunden möchten am liebsten keine Versandkosten bezahlen. Das ist in der realen Geschäftswelt nicht immer möglich. Überlegen Sie sich, was Sie vielleicht verändern bzw. an welche Versandeinstellungen Sie drehen können. Folgende Faktoren beeinflussen Ihre Versandkostenberechnung:
 
  • Zeit: Wie schnell soll die Bestellung von A nach B kommen? Heute, morgen oder übermorgen?
  • Ort: Wohin wird die Bestellung geschickt? Lokaler, nationaler oder internationaler Versand.
  • Wert: Wie wertvoll ist die Bestellung? Muss die Bestellung versichert werden?
  • Gewicht: Wieviel wiegt die Bestellung? Je schwerer, desto teurer.
  • Verpackung: Welche Verpackungsgröße braucht die Bestellung? Je größer, desto mehr Versandmaterial brauchen Sie.

Entwickeln Sie unterschiedliche Versandtarife für Ihre Kundinnen und Kunden. Beispielsweise:
  • Kostenloser Versand ohne Mindestbestellwert
  • Kostenloser Versand ab einem Bestellwert X
  • Versandkosten abhängig vom Lieferort
  • Versandkosten abhängig von Gewicht oder Größe
  • Versandkosten abhängig von der Liefergeschwindigkeit

Tipp: Vergleich mit dem Mitbewerb
Vergleichen Sie die Versandkosten Ihrer Mitbewerber mit Ihren eigenen. Das hilft Ihnen bei der Orientierung und bei der Einschätzung der Kosten.
3
Schritt

Versandarten definieren

Versandarten definieren

Konsumentinnen und Konsumenten möchten vor der Bestellung wissen, wann ihr Paket voraussichtlich ankommt. Geben Sie deshalb einen Liefertermin “von–bis” an. Der Lieferzeitpunkt kann die Wahl des Produkts und den Kaufabschluss beeinflussen.

Bieten Sie Ihren Kundinnen und Kunden im Bestellprozess verschiedene Versandarten an, Sie gehen damit auf unterschiedliche Bedürfnisse ein. Im Idealfall haben sie die Wahl zwischen Express- und Standardlieferung oder können sogar selbst einen Lieferzeitpunkt definieren.

Die Option Click & Collect ist für Kundinnen und Kunden interessant, die die bestellte und bezahlte Ware im Geschäft abholen möchten.
Hat Ihre Versanddienstleisterin bzw. Ihr Versanddienstleister Abholstationen im Angebot? Wenn ja, können Sie sie als Versandmöglichkeit anbieten.

Tipp: Herausforderungen von Click & Collect
Wenn Sie Click & Collect als Versandmethode anbieten möchten, müssen Sie sicherstellen, dass das Produkt auch auf Lager ist. Gerade bei schnell drehenden Produkten wie zum Beispiel Lebensmittel ist es schwierig, den exakten Lagerstand in Echtzeit zu bestimmen.
4
Schritt

Richtige Verpackung

Richtige Verpackung

Es gibt nichts Ärgerlicheres, als ein beschädigtes Produkt zu erhalten. Für Kundinnen und Kunden ist das ein Mehraufwand, weil sie sich um die Retoure kümmern müssen.

Verpacken Sie deshalb Ihre Produkte richtig und sorgen Sie dafür, dass Ihre Ware unversehrt ankommt. Achten Sie auch auf die Verpackungsgröße. Nutzen Sie Füllmaterialien, damit das Produkt beim Transport nicht beschädigt wird. Denken Sie dabei auch an Nachhaltigkeit, das ist vielen Kundinnen und Kunden wichtig.

Ihre Verpackung kann auch zum Marketinginstrument werden. Bedrucken Sie Ihre Pakete mit Ihrem Branding oder legen Sie eine Postkarte mit einer persönlichen Nachricht dazu. Das hinterlässt bei Kundinnen und Kunden einen positiven Eindruck.
5
Schritt

Retouren-Management

Retouren-Management

Retouren sind für Kundinnen und Kunden genau so ärgerlich, wie für die Betreibenden des Onlineshops – denn sie sind für beide Seiten ein Mehraufwand. Versuchen Sie deshalb, folgende Anhaltspunkte zu beachten. Sie helfen Ihnen dabei, Rücksendungen so gut es geht zu verringern.
 
  • Produktbeschreibung: Bieten Sie möglichst viele und präzise Informationen zu Ihrem Produkt
  • Kundenfeedbacks: Nutzen Sie Kundenfeedbacks, um Produktbeschreibungen oder Verpackungen zu optimieren
  • Verpackung: Achten Sie auf die richtige Verpackung für Ihr Produkt

Gestalten Sie den Retourenprozess für Ihre Kundinnen und Kunden so einfach wie möglich. So hinterlassen Sie trotzdem einen positiven Eindruck.