KMU.E-Commerce - Ab sofort beantragbar

Quelle: © BMDW/ADOBE STOCK

Sind Sie bereit für Ihren Start in den Online-Handel? Dann ist das Förderungsprogramm KMU.E-Commerce genau das Richtige für Sie.

Um unsere österreichischen KMU zu Vorreitern im Bereich von E- und M-Commerce zu machen, bietet die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort mit "KMU.E-Commerce" ein umfassendes Förderangebot an, um gezielt beim Aufbau der digitalen Vertriebskanäle Unterstützung zu leisten. Ab sofort stehen 10 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss werden E-Commerce-Projekte von KMU unterstützt. Gefördert werden 20 % der Projektkosten von mindestens
EUR 3.000,- und maximal EUR 60.000,-
.
Die Förderung ist je nach Verfügbarkeit bis 31.10.2021 beantragbar.

 

Konkret umfasst das Förderangebot "KMU.E-Commerce" den Ausbau und die Einführung von Online-Shops, die Nutzung von Vertriebs- und Dienstleistungsplattformen, aber auch die Einrichtung von E-Commerce-Geschäftsprozessen bis hin zur Einrichtung von E-Commerce Gütezeichen.

Nachhaltiger Erfolg durch E-Commerce

 

Die Corona-Pandemie hat einmal mehr die enorme Bedeutung des Online-Handels vor Augen geführt. Wollen heimische Unternehmen nachhaltig erfolgreich sein, müssen sie ihre Produkte und Dienstleistungen verstärkt auch online anbieten. Für kleine und mittlere Unternehmen ist dies oft nicht einfach umzusetzen. Es braucht Investitionen in neue Technologie und Know-how. Neben dem Tagesgeschäft ist dies nicht immer leicht zu stemmen. Hier setzt die Förderung an und unterstützt Handelsunternehmen dabei, eigene Online-Shops auf- und auszubauen.

 

Derzeit werden nur 9 Prozent des Umsatzes von österreichischen Klein- und Mittelbetrieben über den Internethandel generiert (vgl. DESI 2020). Damit liegen Österreichs KMU unter dem EU-Durchschnitt. Um daher möglichst vielen österreichischen Unternehmen einen nachhaltigen Digitalisierungsschub im Bereich E-Commerce zu ermöglichen, wurde das Förderungsprogramm
"KMU.E-Commerce" geschaffen. Das Programm bietet Unternehmen, die bereits über entsprechende Expertise bzw. konkrete Umsetzungskonzepte verfügen, rasche finanzielle Hilfestellung. Ergänzend dazu werden mit dem Programm "KMU.DIGITAL" auch Unternehmen adressiert, die von Expertinnen und Experten über ihren Ist-Zustand bis hin zur Strategiefindung beraten und bei der Umsetzung unterstützt werden.


Wer kann die Förderung beantragen?

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Branchen

alle Branchen, ausgenommen:
  • Land- und Forstwirtschaft (=Urproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse), Fischerei und Aquakultur
  • Unternehmen, deren Kerngeschäft ausschließlich auf digitalen Geschäftsmodellen basiert (zum Beispiel Software- und App-Anwendungen, Vermittlungsplattformen, Fintechs), im Zentrum stehen somit reine digitale Leistungserbringungen des Anbieters gegenüber den Kunden
  • Gemeinnützige Vereine
  • Gebietskörperschaften

Unternehmensgröße
  • natürliche Personen, juristische Personen sowie Personengesellschaften, die im eigenen Namen und auf eigene Rechnung
  • ein gewerbliches Unternehmen rechtmäßig selbständig betreiben oder einen verkammerten oder nicht verkammerten Freien Beruf selbständig ausüben und somit über eine Kennzahl des Unternehmensregisters (KUR) verfügen,
  • ein KMU sind und
  • über einen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich verfügen.

Was wird gefördert – wie und in welcher Höhe?

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Art der Finanzierung
  • nicht rückzahlbarer Zuschuss

Höhe der Finanzierung
  • Die Förderung beträgt maximal 20 % der förderbaren Kosten (maximaler Zuschuss:  EUR 12.000,–). Die förderbaren Kosten dürfen einen Betrag in Höhe von EUR 3.000,– nicht unterschreiten und einen Betrag von EUR 60.000,– nicht übersteigen.

Förderbare Kosten

Gegenstand der Förderung ist die Umsetzung von E-Commerce-Projekten durch aktivierungspflichtige Neuinvestitionen sowie damit in Zusammenhang stehende Leistungen externer Anbieter (zum Beispiel Programmiertätigkeiten, [Cloud-]Softwarelizenzen, Dienstleistungsgesamtpakete, M-Commerce Optimierung), die in einer Betriebsstätte in Österreich realisiert werden und die einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung folgender Ziele leisten:
  • Aufbau von professioneller Internetpräsenz zur Vermarktung und Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen, einschließlich Buchungsplattformen
  • Einführung und Ausbau von Online-Shops sowie Nutzung von Auktions- Verkaufs- oder Dienstleistungsplattformen, Social Media Tools, Website-Monitoring und Content-Marketing
  • Einrichtung und Optimierung von Onlineshops im Hinblick auf M-Commerce und deren Nutzerfreundlichkeit
  • Unterstützung bei E-Commerce-Geschäftsprozessen (Warenbereitstellung, Logistik, Zahlungsverfahren, Customer-Relationship-Management)
  • IT-Security, Schutz vor Cyberattacken bei E-Commerce-Lösungen
  • Einrichtung bzw. Verwendung von am Markt verfügbaren
    E-Commerce-Gütezeichen
  • Förderungsfähig sind aktivierungspflichtige Neuinvestitionen (materielle und immaterielle Investitionen) sowie damit im Zusammenhang stehende Leistungen externer Anbieter (zum Beispiel Programmiertätigkeiten, [Cloud-]Softwarelizenzen), die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Investitionsprojekt stehen. Kosten für die beschriebenen (Cloud-)Softwarelizenzen können maximal für 12 Monate gefördert werden und die Bezahlung dieser Kosten für diesen Zeitraum muss bei der Abrechnung nachgewiesen werden.

Damit ergibt sich eine Abgrenzung zum Digitalisierungsprogramm
"KMU.Digital", welches auch E-Commerce-Projekte unterstützen kann, bei dem aber die Projektuntergrenze bei EUR 3.000,– und die Projektobergrenze bei EUR 30.000,– mit einem maximalen Zuschuss von EUR 6.000,– liegt und eine ausbezahlte Beratungsförderung verpflichtend voraussetzt.

Auszahlung
  • Der nicht rückzahlbare Zuschuss wird als Einmalbetrag nach Abschluss des Projektes ausbezahlt.

Dauer der Genehmigung
  • 1 bis 7 Tage

Was kann nicht gefördert werden?

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Ausgeschlossen von einer Förderung sind:
 
  • Projekte, deren förderbare Gesamtkosten den Betrag von EUR 60.000,– übersteigen beziehungsweise EUR 3.000,– (jeweils exklusive Umsatzsteuer) unterschreiten
  • Kosten, die bereits im Rahmen von "KMU.DIGITAL" gefördert wurden
  • Kosten beziehungsweise Rechnungen, die vor Antragstellung angefallen sind oder gelegt wurden (sollte die beihilfenrechtliche Grundlage der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung herangezogen werden müssen, so dürfen noch keine Bestellungen, Lieferungen oder Leistungen oder (An-)Zahlungen erfolgt sein).
  • Kosten, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit einem E-Commerce-Projekt stehen
  • Ersatzinvestitionen ohne technische Weiterentwicklungen (zum Beispiel bloßer Austausch von PCs, Tablets oder Smartphones, Standard-Upgrades)
  • Aktualisierungen von Webseiten, die lediglich den Content beziehungsweise das Design einer Webseite betreffen
  • Kosten für Search Engine Advertising (Suchmaschinenwerbung) und Mitgliedsbeiträge für Vertriebs- und Buchhaltungsplattformen
  • Investitionen mit Investitionsstandort außerhalb Österreichs
  • Kosten, die nicht in einem Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition stehen (zum Beispiel Privatanteile als Bestandteil der Investitionskosten)
  • Projekte, für welche die Finanzierung nicht gesichert ist
  • Fahrzeuge
  • Finanzanlagen
  • Finanzierungskosten
  • aktivierte Eigenleistungen
  • Kosten, die aus einem Unternehmenskauf/einer Unternehmensübernahme resultieren (zum Beispiel Firmenwert, Übernahme/Ankauf bereits bestehender Investitionen – "Übernahmekosten")
  • laufende Betriebskosten (zum Beispiel Personalkosten). Hiervon sind Lizenzgebühren ausgenommen, die neu angeschaffte und eingesetzte Softwareprodukte betreffen.
  • Kosten, die im Zusammenhang mit exportbezogenen Tätigkeiten stehen
  • Projektkosten, die bereits durch andere Förderungsprogramme mit Zuschuss unterstützt wurden oder werden (zum Beispiel Projektkosten im Rahmen von "go-International", Investitionsprämie et cetera), wenn dadurch eine Förderquote von über 100 % erreicht werden würde.
  • Beratungskosten
  • Kosten die aus Kleinstbetragsrechnungen unter EUR 150,– (exklusive Umsatzsteuer) resultieren (Ausnahme: monatliche laufende Ausgaben für Leistungen externer Anbieter für die Förderlaufzeit von maximal 12 Monaten)
Umsatzsteuer: Die auf die förderbaren Projektkosten entfallende Umsatzsteuer ist keine förderbare Ausgabe. Sofern diese Umsatzsteuer aber nachweislich tatsächlich und endgültig vom Förderungsnehmer zu tragen ist (somit keine Vorsteuerabzugsberechtigung besteht), kann sie als förderbarer Kostenbestandteil berücksichtigt werden. Die, auf welche Weise immer, rückforderbare Umsatzsteuer ist auch dann nicht förderbar, wenn sie der Förderungsnehmer nicht tatsächlich zurückerhält.

Weitere Informationen finden Sie unter: aws Digitalisierung - Austria Wirtschaftsservice